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Alles paletti

Wie wird aus dem Hochzeitsbankett ein rundum gelungener Event? Ganz einfach: Man muss wissen, was man will. Und sollte Fachleute fragen

Nach acht Jahren war es im August 2008 soweit: Wir hatten beschlossen, uns verpartnern zu lassen. Nun begannen die Überlegungen: Wer wird eingeladen, wo und wie wird gefeiert, was wird gegessen?
„Man sollte mindestens acht Monate vorher die Location festlegen”, sagt Sven-Valentin Malmstroem von United Catering Services aus Berlin, „dann erst kann man mit der inhaltlichen Planung loslegen und sich Gedanken über das Essen machen.” Doch schon die Vorbereitung schlauchte uns mehr als die einer „normalen” Feier. Das kennen die Profis: „Die Betreuung bei einem Hochzeitscatering ist intensiver”, sagt Malmstroem, „Hochzeiten sind zeitaufwändiger und emotionaler, machen dadurch aber auch mehr Spaß.”

Ein Probeessen beim Caterer ist sehr zu empfehlen

Jens Amelungse von der Aroma Offensive aus Berlin empfiehlt: „Bei ­einer Hochzeit sollte man Highlights bieten, etwas, was im Gedächtnis bleibt, etwas, das es so noch nie gegeben hat.” Doch wie findet man den perfekten Caterer für den perfekten Tag? „Meist kommen unsere Kontakte über Empfehlungen zustande”, sagt Jens Amelungse, „denn anders ist es schwer, Essen zu vermitteln. Menschen brauchen den persönlichen Bezug, müssen es geschmeckt haben.”
Die Aroma Offensive bietet in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs einen wechselnden Mittagstisch, der mehrfach schon als beste Kantine Berlins ausgezeichnet wurde, beste Gelegenheit also, einmal reinzuschmecken. Natürlich ist auch ein Probeessen geeignet, um einander kennen zu lernen – gegenseitig. Denn: „Es geht dabei weniger um die Qualität“, sagt Malmstroem, „sondern vielmehr um den Geschmack und den Stil des Paares, damit das Essen auch zum Paar passt.”

 

Wir entschieden uns für unsere Feier für ein Catering vom Berliner Restaurant „More”, oft genug hatten wir dort gegessen, kannten Koch und Küche, wussten, dass es passt. Wenn man nicht gerade Elizabeth Taylor heißt, so ist die eigene Hochzeit doch eine einmalige Erfahrung, und man kennt sich nicht wirklich aus. Zum Glück hilft der Profi: „Hochzeitspaare neigen dazu, sich alles hübsch auszudenken und haben Ideen, die in der Praxis nicht hinhauen”, meint Malmstroem, „aber Hochzeitsfeiern haben ihre eigene Dramaturgie, ein Sechs-Gang-Menü und dann Party mit DJ, das klappt nicht. Wenn man anschließend eine Party will, sollte man sich für ein Vier-Gang-Menü entscheiden, anschließend den Nachtisch vom Büffet anbieten. Wenn dann alle stehen, gibt es den Hochzeitstanz. Anschließend kann man problemlos zur Party mit DJ übergehen. Das funktioniert.”

Das wichtigste ist neben dem Essen die passende Stimmung 

Atmosphäre, Stimmung: Caterer sorgen nicht nur fürs Essen. „Essen ist zwar eine nette Sache, aber die Stimmung insgesamt ist viel wichtiger. Wenn Brautpaar oder Freunde und Familie sich um die dreckigen Teller kümmern müssen, geht die nämlich schnell flöten”, sagt Oliver Schneider vom „More”. Bei der Auswahl der Speisen hatten wir unsere Gäste im Hinterkopf, die nicht unbedingt Haute Cuisine gewohnt sind – unser Geldbeutel übrigens auch nicht.

Zum Glück muss man nicht Rockefeller sein. Jens Amelungse sagt: „Ab 20 Euro pro Kopf und einer Mindestzahl von 30 Personen ist schon ein schönes Büffet machbar. Ohne Getränke, kein Hummer, kein Kaviar, aber Lachs ist schon drin.” Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Oliver Schneider, der für unser Catering verantwortlich war, meint: „Alles ist machbar, aber nicht alles ist gut. Wichtig ist: Alle sollten Spaß an der Hochzeit haben. Das Brautpaar kennt seine Gäste am besten und kann das ganz gut beurteilen und einschätzen, was geht und was nicht.” Und Spaß, ja, Spaß hatten wir – auch dank unseres erfahrenen Caterers, denn auch für die Hochzeit gilt: Erfahrung ist der beste Koch!
Clemens Glade


www.ucs-berlin.de
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Fotos: www.ucs-berlin.de