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Hochzeitsplanung: Tipps von den Profis

Die Vorbereitungen für den schönsten Tag im Leben kosten Zeit und Nerven. Die Event-Expertinnen Tina Weiß (35) und Sandra Wedemeyer (32) – siehe Foto links oben – wissen Rat: Die beiden Berlinerinnen organisieren regelmäßig Hochzeiten und verraten in QUEER WEDDING, worauf bei der Hochzeitsorganisation zu achten ist.

 

Tina und Sandra, wann sollte man damit beginnen, Hochzeitspläne zu schmieden?

Sandra: Wer kürzer als ein halbes Jahr im Voraus plant, muss sich gegebenenfalls mit der dritten Wahl zufriedengeben: beim Termin, bei der Location, beim DJ. Aber: Wer heiraten will, darf beim Standesamt frühestens ein halbes Jahr zuvor sein Aufgebot bestellen. Egal bei welchem?

Tina: Den Ort der Trauung kann man frei wählen, man muss aber beim zuständigen Standesamt Bescheid geben. In jedem Fall lohnt es sich, das angepeilte Amt vorher anzuschauen. Manche sind so klein, dass nicht einmal die engsten Freunde reinpassen.

Wie reagieren die Standesbeamten nach zehn Jahren Homo-Ehe auf gleichgeschlechtliche Paare?

Tina: Die Atmosphäre ist oft noch krampfig. Die meisten Beamten geben sich Mühe. Aber gerade weil sie sich so bemühen, normal zu sein, wirkt die Trauung dann besonders steif. Freie Trauungen von privaten Anbietern sind deshalb ein großes Thema für schwule und lesbische Paare.

Was kostet eine normale Hochzeit?

Tina: Die günstigsten Angebote liegen bei 45 Euro pro Gast. Aber das ist dann meist ein Restaurant, in dem ein Raum abgesperrt wird und nebenan der Normalbetrieb weiterläuft. Bei uns buchen die Paare durchschnittlich für 89 Euro pro Person. Da ist dann aber alles drin: Saalmiete, Personal, Deko, DJ, Buffet und Getränke inklusive Longdrinks.

Eine teure Angelegenheit ...

Tina: Nicht unbedingt. Man kann sich seine Feier ja nach den eigenen Möglichkeiten zusammenstellen. Auch mit der Wahl des Termins kann man Kosten senken. Von Herbst bis Frühling sind Hochzeiten viel günstiger.

Womit kann man Gäste glücklich machen?

Sandra: Wer schon zu Kaffee und Kuchen einladen möchte, sollte über ein Rahmenprogramm nachdenken, um Langeweile vorzubeugen. Oft ist es besser, nach dem Standesamt einen Kontrapunkt zu setzen und zum Beispiel eine Sightseeing-Tour einzuschieben.

Tina: Der Transport der Gäste wird oft unterschätzt. Am besten funktioniert es, wenn alle Fahrten zentral organisiert werden, zum Beispiel im Cabriobus. Für Auswärtige sollte es in der Nähe der Location ein günstiges Hotel geben.

Was ist denn ein häufiger Fehler bei den Festvorbereitungen?

Tina: Oft sind die Zeitpläne zu genau. Je detaillierter die Hochzeit geplant ist, desto mehr kann schiefgehen. Man sollte genügend Luft lassen. Besonders durch die Überraschungen der Gäste wird der Zeitplan meist auf den Kopf gestellt.

Für mehr Infos über Tinas und Sandras White Spreelounge hier klicken

 

Interview: Philip Eicker

Fotos: Bettina Weiß, www.justwhite.de